Lamu Town auf der Insel Lamu ist Kenias älteste kontinuierlich bewohnte Stadt und war eine der ursprünglichen Swahili Siedlung entlang der ostafrikanischen Küste. Es wird angenommen, dass sie im Jahr 1370 gegründet wurde. 1505 ankerten die ersten portugiesischen Kriegsschiffe vor Lamu. Von 1506 bis 1698 wurde Lamu von den Portugiesen beherrscht. 1698 wurde Lamu schliesslich durch den Oman erobert. Der Sultan von Oman errichtete von 1812 bis 1832 das Fort, welches heute als Museum dient.
Mitte des 19. Jahrhunderts geriet Lamu unten den politischen Einfluss des Sultans von Sansibar. Von 1888 bis 1891 bestand in Lamu eine deutsche Postagentur, welche die Kommunikation mit einer kurzeitigen deutschen Besetzung im Sultanat Witu erleichtern sollte. 1890 fiel die Insel durch den Helgoland-Sansibar-Vertrag gemeinsam mit Kenia unter britische Kolonialherrschaft. Seit 1963 gehört die Siedlung zum Staat Kenia, bewahrt aber weiterhin eine gewisse Eigenständigkeit.
Heute lebt die Insel hauptsächlich vom Fischfang, daneben wird etwas Obst und Gemüse angebaut. Der Tourismus spielt auch eine grosse Rolle, die relative Unberührtheit weiter Dünenlandschaften und die langen Sandstrände locken Reisende aus aller Welt an.
Der gesamte 12 Kilometer lange, sehr breite Sandstrand ist nahezu unbewohnt. Auf Lamu sind Autos verboten. Die beiden Ausnahmen bilden das Fahrzeug des District Commissioners und ein Krankenwagen. Der Transport von Waren und Personen wird mit Booten abgewickelt oder aber mit den mehreren Tausend Eseln, die das Stadtbild von Lamu-Town prägen.